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| COLLAGE – forum für frühe musik berlin: |
| Achim Blazejewski |
Psalterium, Fidel, Handtrommel |
| Hans Hegner |
Drehleier, Trommel, Flöte |
| Judy Kadar |
Harfe, Schellentrommel, Psalterium |
| Klaus Sonnemann |
Schalmei, Flöte |
| Birthe Zielonkowski |
Schalmei, Flöte |
| Peter Zielonkowski |
Schalmei |
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Das Ensemble Collage
Das Ensemble COLLAGE – forum für frühe musik berlin ist eine eingespielte Gruppe von internationalen Musikern, Spezialisten für die Musik des Mittelalters und der Renaissance. Sie arbeiten stets kollektiv in programmbezogenen, wechselnden Besetzungen von zwei bis zu zehn Musiker(inne)n zusammen.
Die Gruppe wurde 1989 von Judy Kadar und Klaus Sonnemann gegründet, die bis heute für Programmkonzepte und Koordination der Mitwirkenden zuständig sind.
Schwerpunkte der Arbeit sind gegenwärtig die ausführliche Erforschung von Instrumentalformen des Spätmittelalters und zwei Projekte: Frühe Musik aus dem alten Europa mit jeweils sechs Konzerten im Winterhalbjahr in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Spandau, Berlin, sowie Warum die Esel an der Macht sind – die Geschichte vom Fauvel, die Erarbeitung einer Musiktheaterproduktion bis zum Herbst 2006. Diese wird durch den Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur aus dem Hauptstadtkulturfonds gefördert.
Der Name COLLAGE, Hinweis auf die aus verschiedenen musikalischen Zusammenhängen stammenden Interpreten, soll auch unterstreichen, dass unsere Musik selbst aus unterschiedlichen Quellen gespeist wird, nämlich aus dem historischen Material, unseren musikalischen Vorstellungen und den Hörgewohnheiten der Gegenwart. So erleben wir mit unseren Zuhörern die Freude an der Vielgestalt früher Musikformen und der Verbindung ihrer Inhalte mit denen heutigen Musiklebens.
Die Musik und ihre InterpretInnen
Die von uns gespielte Musik aus dem 13. und 14. Jahrhundert ist in der historischen Übergangsepoche des ausklingenden Mittelalters entstanden. In dieser Zeit entwickelte sich erst langsam die Idee vom freien, nicht an einen festen Platz in der ständischen Gesellschaft gebundenen Individuum.
Die Musik ist daher oft noch weniger „individuelles“ als „kollektives“ Produkt, geprägt vom gemeinsamen Musikerleben und -machen, von Übergangsformen schriftloser zu schriftlich fixierter Musik, von gemeinschaftlicher Arbeit der Komponisten, Interpreten, der Notenschreiber, Illustratoren von Handschriften und der Zuhörerschaft.
In diesem Kontext ist „Einzelautorenschaft“ für Musikstücke häufig nicht zu reklamieren bzw. anders zu bewerten als für spätere Epochen. Unsere Spiel- und Aufführungspraxis mittelalterlicher Musik beinhaltet daher einerseits belebende und aktualisierende Elemente, die sich aus unseren Erfahrungen als Gegenwartsmusiker und -menschen ergeben. Andererseits unterliegt sie der Notwendigkeit kollektiven Gestaltens im Ensemble. Anders als bei der Aufführung, sprich Interpretation, klassischer Werke geht es immer um aufeinander abgestimmte Konkretisierung des jeweiligen historischen Materials in Notation, Rhythmus, Metrum und Tempo, sowie der Wahl der Instrumente. Alle Mitwirkenden sind so für Darbietung und Wirkung der Konzerte insgesamt verantwortlich und nicht nur für den vom Einzelnen mit dem eigenen Instrument gespielten Part.
Dazu müssen Wege beschritten werden, die in den akademischen Bildungsgängen für heutige Musiker und Musikwissenschaftler nur teilweise angelegt sind.
So haben ausnahmslos alle in unserem Ensemble Mitwirkenden durch ihre jahrelange engagierte und intensive Beschäftigung mit früher Musik die für diese unabdingbare und spezifische Professionalität erworben. |
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